Mahnen und Erinnern Thea Tagebuch - Buchvorstellung und szenische Lesung

12. 11. 2021 um 18:00 Uhr

Die 18-jährige Thea findet im Herbst 1944 eine Anstellung als Gutssekretärin auf dem ehemaligen Rittergut der Familie Lemke in Protzen, nordwestlich von Berlin. Als Anfang des Jahres 1945 die Flüchtlingsmassen vom Osten her anrollen, Gerüchte und Zweifel über den Ausgang des Krieges sich verdichten, beginnt in ihr ein Prozess der Erkenntnis. Vom Westen her dröhnen die Flugzeuge der Alliierten in Richtung Berlin. Von Osten rückt die Rote Armee näher. Sie fürchtet um ihre Lieben, Haus und Garten in Schöneiche. Der Aufruf zum Volkssturm löst in ihr Entsetzen und Grauen aus, und sie beginnt zu begreifen, welch ungeheuerlichem Wahnsinn das deutsche Volk gefolgt ist. Thea geht mit der Familie Lemke auf den Treck. Doch die Flucht ist zu spät erfolgt, die Rote Armee steht bereits vor Wittenberge. Der Weg nach Westen ist versperrt. Man kehrt zurück nach Protzen, wo die Rote Armee bereits einmarschiert ist. Das Gutshaus ist vollständig geplündert. Thea macht sich auf den Weg nach Hause. Zu Fuss durchquert sie die zerstörte Stadt  Berlin, trifft Menschen, die sie ein Stück des Weges begleiten, gerät in  gefährliche Situationen und kommt schließlich, völlig erschöpft in Schöneiche an.

 

Grafisch und szenisch umgesetzt - Auszüge aus den Tagebüchern einer 18-Jährigen, vom 1. Januar bis 20. Mai 1945.

Mit: Christa Unzner und Annette Baeder

Regie: Jens Finke

 

Eintritt: 5,00 €

 
Thea tagebuch
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